wertkritik²

Heute abend gibt es die Intros 3.01 in der Roten Flora um 19.00 Uhr zum Thema ‚Wertkritik‘.
Sprechen wird Claus Peter Ortlieb, hier wurde darauf hingewiessen. Hier ist die Ankündigung.

Die Wertkritiker von der verrotteten Welt werden am 19.1. im Centro Sociale ab 14.00 Uhr einen ‚Praxiskongress‘ veranstalten, Untertitel: ‚Zum Verhältnis von Theorie und Praxis, sowie zu emanzipatorischer Praxis in Krisenzeiten‘.

Aus der Ankündigung:

Nach unseren bisherigen Veranstaltungen wurden häufig Fragen in dem Sinne gestellt, „was denn nun zu tun sei“ und „was Mensch denn damit anfangen könne“. Diese Fragen verweisen einerseits auf die objektive Notwendigkeit einer Systemtransformation angesichts der „inneren Schranke“ des Systems und andererseits auf die Hilflosigkeit sozialer Bewegungen, dieses Wissen in adäquates Handeln umzusetzen.

[…]

Die Revolution, „das Einfache, das schwer zu machen ist“, setzt ein gesellschaftliches Bewusstsein voraus, das die Überwindung von Arbeit, Geld, geschlechtlicher Abspaltung, Markt, Staat und Nation denken kann, und dabei alle Formen biologistischer und sozialdarwinistischer Ideologiebildung wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus kritisch aufdeckt und abweist.

[…]

Auf unserem Kongress wollen wir deshalb die Systemfrage stellen und versuchen, existierenden Widerstand zusammen zu führen und zusammen zu denken. Wir möchten verkürzte und falsche Kritikansätze analysieren, um reaktionäre vermeintliche Auswege aus aktuellen Krisenerscheinungen zu vermeiden und zu kritisieren.

Wir laden euch ein, mit uns zu diskutieren:

Wie kann eine solche Bewegung entstehen? Wo lassen sich zarte Ansätze bereits erkennen? Welche Fallen in der Analyse gibt es? Welche Ziele muss eine solche Bewegung haben? Welche Mindeststandards können wir an mögliche BündnispartnerInnen stellen? Wie können erste Schritte konkret aussehen? Wie ist das Verhältnis von radikaler Theorie und emanzipatorischer Praxis genau bestimmt? Was sind Blindstellen unserer Ansätze?

Folgende Veranstaltungen wird es auf dem Kongress geben:

Peter Bierl: Neunundneunzig Prozent falsche Analysen. Eine Zwischenbilanz zur Occupy-Bewegung

Basisgruppe Antifa: Ohne revolutionäre Organisierung geht’s nicht.

Elmar Flatschart: Zu dem Verhältnis von Kritischer Theorie und linksradikaler Praxis

Abschlusspodium mit den ReferentInnen.

Exit!-Lesekreis Hamburg: Wertabspaltungskritische Überlegungen zu emanzipatorischer Praxis.

Ein genauer Zeitplan folgt in den nächsten Tagen. Der Kongress soll um ca. 14h beginnen und geht bis spätestens 22h. Danach ist Kneipenabend im Centro.

Es wird über den ganzen Zeitraum Burger, Chilli und Kuchen (alles vegan) geben.

Straffes Programm, mit hoffentlich spannenden Diskussionen. Einzelheiten zu den Referaten sind der Seite von rottenSystem! zu entnehmen.
Ich glaube die Kritik der OccupyBewegung kann man sich schenken, sie ist ja schon von verschiedenen Seiten angegriffen worden. Die anderen Referate hingegen könnten spannend werden.

es gibt keine kripo mehr

Die KriPo (Kritische Position) hat sich aufgelöst:

Freund*innen, Genoss*innen, und Onkels*Tanten vom
Verfassungsschutz!

Nach zweieinhalb Jahren haben wir uns dafür entschieden, nicht
mehr weiter unter dem Label KriPo Hamburg zusammen zu arbeiten.
“Aber die KriPo – ebenso wie die gesamte bisherige Linke – ist
nichts als ein Durchgangsstadium auf dem Weg zur Befreiung: It’s
not over, it’s just begun!” Uns werden dadurch hoffentlich keine spannenden und|oder spaltungsorientierten Auseinandersetzungen in diesem kleinen Szenepool entgehen, da in den ‘sozial-abgeschotteten Wohngemeinschaften’ noch immer über die Revolution gebrütet und Marx unter der Bettdecke gelesen wird. Merci für dieZusammenarbeit, die Impulse und Kritik! Es war eine schöne Zeit!
Liebste Grüsze, your local KriPo Crew. Dezember 2012.

hamburg-moorfleet

Im Hamburger Stadtteil Moorfleet soll eine Unterkunft für Flüchtlinge entstehen in einem alten Schulgebäude.
Nur die Moorfleeter wollen das nicht. Ebenso wenig wie sie Sicherungsverwahrte wollen.
Jetzt gab es eine Veranstaltung in Moorfleet, wo der besorgte Staatsbürger all seine Ressentiments so richtig demokratisch äußern durfte:

Ein Moorfleeter wollte in aller Ruhe besprechen, wie man nun das Problem des Zauns lösen solle – welcher ohne Frage um die Unterbringung zu ziehen sei. Er könne sich ja nun wirklich nicht vorstellen, daß die Flüchtlinge frei im Dorf herumlaufen sollen. Außerdem solle das Gelände Tag und Nacht ausgeleuchtet werden, damit man deren Machenschaften auch 24 Stunden lang beobachten könne. Natürlich bräuchten die Flüchtlingskinder auch einen Spielplatz. Denn auf dem vorhandenen Spielplatz würden ja schon die Moorfleeter Kinder spielen. Applaus in der Halle.

Diese engagierten Bürger, die zum Wohle aller – also auch im Interesse der Ausländer, siehe Spielplätze – so herrlich pragmatische Vorschläge machen sind so richtig empört, dass sie schon wieder nicht von ihrem Staat gefragt wurden:

Die Initiative empört sich darüber, daß es keine Absprachen mit den Bürgern Moorfleets gegeben habe. Stefok ward dennoch nicht müde, schon vor der Veranstaltung gegenüber der Presse zu beteuern, daß sie nichts gegen die Menschen habe, die dort wohnen sollen.

Ja, sie sind Demokraten und ja, sie mögen Menschen, aber mit diesen Ausländern zusammen wohnen?
Zumal die ja eh nur Schmarotzer sind:

„Den‘ geht es dann hier besser wie uns“ oder „Die kommen doch nur wegen dem Geld“

Außerdem sei gesagt:
Selbstverständlich sind Flüchtlingsunterkünfte abzulehnen. Dort gibt es kaum Privatssphäre, die Menschen sind in Mehrbettzimmern untergebracht, haben oft keine Möglichkeit vernünftig zu kochen oder Essen zu lagern, nach AsylbLG kriegst du weniger als Harzt4, der psychische Druck ist enorm, da ständig Konflikte auftreten, Leute abgeschoben werden und auch die eigene Abschiebung ständig im Raum steht.
Dann kommen noch die dickbäuchigen weissen Moorfleeter und sorgen dafür, dass ganz demokratisch deine Kinder seperiert werden von ihren Kindern.
Und: da haben die Moorfleeter recht: Die kommen nur wegen dem Geld.

p.s.:
Das FSK hat auch zum Thema gesendet.

intros

Die Genossen von und Kritikmaximierung und dem fsk starten wieder durch mit der Intro-Reihe:

Im aktuellen Block soll es nicht um einzelne Herrschaftsverhältnisse, sondern um Theorieansätze gehen.

Do. 03.01. / Wertkritik
Do. 07.02. / Poststrukturalismus
Do. 07.03. / Psychoanalyse
Do. 04.04. / Postoperaismus
Do. 02.05. / Kritische Theorie

immer Flora, immer 19.00 Uhr.

Und wer gerne viel trinkt und feiert, um solche Projekte zu finanzieren:

Sa. 18.05. Soli-Party

Es wird wohl wieder Mitschnitte der Veranstaltungen geben, so dass auch in der Provinz mitgeedacht werden kann.
Passt auch ganz gut zum aktuellem Post von anthraxit.

suicidal lifestyle

Verhaltensforschung

Nachts wach geworden, weil ein einsamer Betrunkener durch mein Viertel in Hamburg-Altona zog und immer wieder »Scheiß St. Pauli!« brüllte. Immerhin weiß ich jetzt: So klingt also der Balzruf eines Masochisten.

Svenna Triebler