hamburg-hauptbahnhof

Die SPD und auch ihre Hamburger Crew verstehen ihr ’sozial‘ im Namen ja bekanntermassen als Aufrechterhaltung kapitalistischer Gesellschaftsordnung, nicht als Solidarität mit den Verlieren ebendieser.

Da wird dann in Hamburg mal schnell Brechmittel verabreicht, Zäune gebaut, Flüchtlinge (weil das sind ja so viele!) in Zelten untergebracht, adoleszenten Delinquenten ihre letzten Rückzugsorte weggekürzt und Familien vergessen.
Am Hauptbahnhof wird jetzt seit kurzer Zeit jeder vertrieben, der sich da nicht zwecks Einkauf oder Reise aufhält. Das trifft dann diejenigen die gar nichts mehr haben, auch keine für den Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitskraft.

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hamburg hat einen Aufruf zum Thema dokumentiert, den ich hier auch nochmal poste:

Rücknahme der Privatisierung öffentlicher Räume am Hauptbahnhof durchsetzen!

Bereits seit Monaten geplant, aber auf Grund der massiven, erfolgreichen Proteste gegen den menschenverachtenden “Anti-Obdachlosen-Zaun” an der Kersten-Miles-Brücke erst einmal auf Eis gelegt, wurden Mitte Oktober 2012 die überdachten Vorplätze rund um den Hauptbahnhof sowie der Mönckebergtunnel der Deutsche Bahn AG überlassen. Damit wurden diese Bereiche privatisiert. Vorerst erhielt die Bahn vom Bezirk Hamburg-Mitte und der Wirtschaftsbehörde ein Nutzungsrecht für zehn Jahre.

Die Stadt bleibt somit zwar weiterhin Eigentümerin, es wird jedoch das geltende Polizeirecht auf die Deutsche Bahn AG übertragen, indem diese das Hausrecht ausübt. Ein profitorientiertes privates Unternehmen hat nunmehr die gesamte Kontrolle über einen öffentlichen Raum, kann ohne jegliche gesetzliche Grundlage darüber bestimmen, wer sich auf diesen öffentlichen Plätzen aufhalten darf und wer eben nicht.

Besonders in der kalten Jahreszeit werden die überdachten Vorplätze rund um den Hauptbahnhof insbesondere auch von obdachlosen Menschen, Trinker_innen und Bettler_innen als Treffpunkt genutzt. Seit Wochen werden diese “unliebsamen” Menschen durch den privaten Sicherheitsdienst der DB rigoros, z.T. mit körperlicher Gewalt aus dem vermeintlich privaten Bereich vertrieben, sollen durch diese Maßnahmen aus dem “sauberen” konsumorientierten Stadtbild verschwinden.

Äußerungen des Bezirksamtsleiters Hamburg-Mitte, Andy Grote (Nachfolger von Markus “Sheriff” Schreiber) wie z.B.: “Hier findet keine Verdrängung statt, und schließlich geht der DB Sicherheitsdienst nicht alle zehn Minuten mit dem Hochdruckreiniger gegen die Betroffenen vor…” sprechen für sich.

Dieser menschenverachtenden Vertreibungs-Offensive von SPD-Senat, Bezirksamtsleiter HH-Mitte, Andy Grote, Wirtschaftsbehörde und der Deutschen Bahn AG werden wir nicht tatenlos zusehen!

Ab dem 22. November 2012 findet jeden Donnerstag um 18.00 Uhr eine Kundgebung auf dem Hachmannplatz/Hauptbahnhof statt.
Bringt z.B. Transparente, Sitzgelegenheiten, Musik, Essen, Getränke etc. mit!

Die Stadt gehört Allen! – Gegen die Privatisierung öffentlicher Räume!


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